Stoffwechsel und Mineralstoffversorgung

Wusstet Ihr, dass der Fellwechsel des Pferdes eigentlich schon mit der Wintersonnenwende im Dezember beginnt?

Am 21. Dezember ist Wintersonnenwende. Ab diesem Tag werden die Tage wieder länger und die Nächte kürzer, auch wenn wir das natürlich nicht sofort bemerken. Mit den länger werdenden Tagen, stellt sich auch der Stoffwechsel des Pferdes langsam, Schritt für Schritt auf die Sommerzeit um. In dieser Zeit wird das Immunsystem des Pferdes auf die Probe gestellt. Besonders bei älteren Pferden, Pferden mit Erkrankungen oder Stoffwechselproblemen kann der Fellwechsel heikel sein und Probleme nach sich ziehen. Daher ist es umso wichtiger, die Pferde in dieser Zeit besonders zu unterstützen.

 

 

Ölfütterung zur Unterstützung

Die Fütterung von Leinöl kann im Fellwechsel helfen. Leinöl zeichnet sich durch seinen hohen Gehalt an Omega-3-Fettsäuren aus, die entzündungshemmend wirken.

Aber Achtung: Öl enthält viel Energie! 1 g Fett enthält doppelt so viel Energie, wie 1 g Stärke (z.B. in Getreide enthalten). 50 g Öl enthalten also umgerechnet etwa so viel Energie, wie 250 g Hafer.

Gerade bei magenempfindlichen Pferden kann man sich das zum Vorteil machen, da Öl als Kraftfutterersatz genutzt werden kann und zudem besonders gut verdaulich ist.  Auch bei Getreideunverträglichkeiten oder Stoffwechselstörungen ist Öl ein beliebter Energielieferant. Bei zu wenig Bewegung kann die übermäßige Fütterung von Öl aber aufgrund des hohen Energiegehalts auch zu Übergewicht führen.[1]

 

Nährstoffangebot sichern

Wichtig ist es auch die Nährstoffversorgung im Blick zu behalten, denn gerade wenn die Pferde ihr gesamtes Haarkleid erneuern, müssen die verbrauchten Reserven wieder aufgefüllt werden. Die Versorgung mit Spurenelementen und Vitaminen aus dem Heu ist meist bei weitem nicht ausreichend, sodass ergänzt werden sollte. Das Hestevard VMZ-25 eignet sich als klassisches Mineralfutter, um den täglichen Nährstoffbedarf zu decken. Vitamine und Spurenelemente unterstützen dabei den gesunden Stoffwechsel. Das Spurenelement Zink wirkt sich dabei besonders positiv auf Fell und Hufe aus. Bei Pferden mit Zinkmangel kann außerdem das OrZin 40 eingesetzt werden. Durch die Chelatform verbessert sich die Bioverfügbarkeit und das Zink kann besser verstoffwechselt werden. Bei Pferden mit Selenmangel kann hier das OrSel 50 gefüttert werden. Durch die Selenhefe ist das Selen besonders gut bioverfügbar. Besonders beim Selen ist aber Vorsicht geboten. Eine Überdosierung von Spurenelementen (insbesondere von Selen) kann sogar gegenteilige Effekte haben. Ein Selenüberschuss kann Vergiftungserscheinungen und im schlimmsten Fall eine Hufrehe auslösen, daher empfehlen wir die Selenfütterung immer mit dem behandelnden Tierarzt abzustimmen, um Überversorgungen zu vermeiden. Bei der Wahl der Mineral- und Ergänzungsfuttermittel sollte außerdem immer das Kraftfutter berücksichtigt werden, da auch dieses oft schon mineralisiert ist.

Um den Stoffwechsel speziell zu boostern empfehlen wir den Vitalprotz. Vitalprotz enthält neben den wichtigen Vitaminen auch Spurenelemente wie Eisen, Selen, Mangan, Kupfer und Zink. Eisen sorgt zum Beispiel für die Versorgung der roten Blutkörperchen, die wiederum für den Sauerstofftransport im Körper verantwortlich sind. Ein besserer Sauerstofftransport kann die Leistungsfähigkeit verbessern. Daher ist der Vitalprotz besonders nach Erkrankungen, im Fellwechsel oder bei erhöhter Belastung einzusetzen.

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Besonderen Bedarf der Senioren nicht vergessen

Ältere Pferde profitieren besonders von unserem VM-Senium. Zusätzlich zu den Vitaminen enthält VM-Senium L-Carnitin, welches die Energiebereitstellung in den Zellen verbessert. Kräuterextrakte wie Weißdorn und Ginkgo sorgen für eine bessere Durchblutung und unterstützen den Kreislauf. Mariendistel und Artischocke unterstützen Leber und Niere bei der Entgiftung. Teufelskralle wirkt entzündungshemmend und kann somit die Bewegungsfreude fördern.

Die Produkte VMZ-25, VM-Senium, OrZin und OrSel erhalten Sie über Ihren Tierarzt. Das Produkt Vitalprotz ist auch für Endkunden direkt erhältlich.

Marit



[1] Meyer und Coenen (2014) Pferdefütterung, 6. Auflage, Georg Thieme Verlag, Stuttgart

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