Öl in der Pferdefütterung – Welches ist das richtige?

Öl in der Pferdefütterung – Welches ist das richtige?

„Aber wir nutzen doch Sonnenblumenöl“ … dieses Argument hören wir täglich, doch wie unterscheiden sich die günstigen Öle aus dem Supermarkt von den teuren im Fachhandel?

Teuer ist nicht immer auch gut. Das können wir schon vorwegnehmen. Schaut man sich die Zusammensetzung der Öle genauer an, deutet jedoch vieles darauf hin, dass sich die Investition in hochwertiges Fisch- oder Leinöl auszahlt.

Oft stellt sich die Frage, ob Pferde Öl überhaupt verdauen können. Gerüchten zufolge ist dies aufgrund der fehlenden Gallenblase kaum möglich. In der Tat besitzen Pferde keine Gallenblase. Grund hierfür ist, dass die überwiegend fettarme Nahrung keinen großen Vorrat an Gallensäure voraussetzt. Stattdessen speichern sie ihre Galle in der Leber. Zudem verfügen Pferde sowohl im Magen, Dünndarm als auch in der Leber über fettzersetzende Enzyme. Pferde sind also durchaus in der Lage Öl zu verdauen. Es sollte jedoch darauf geachtet werden, dass sich die tägliche Zufuhr in Grenzen hält. Bereits 60ml täglich reichen aus, damit hochwertiges Fisch- oder Leinöl seine positiven Effekte entfalten kann.

Nachdem diese Grundsatzfrage bejaht wurde, bleibt zu klären, welches Öl sich am besten für Pferde eignet. Futteröle sollten aus einem hohen Anteil an ungesättigten Fettsäuren bestehen. Diese kann der Körper nicht selber herstellen, sodass sie über die Nahrung aufgenommen werden müssen. Zu den ungesättigten Fettsäuren zählen die Omega-3- und 6-Säuren. Da der Anteil an Omega-6-Fettsäuren in der normalen Futterration meist überwiegt, sollte ein Öl mit hohem Omega-3-Fettsäureanteil gewählt werden. Besonders geeignet ist daher Fisch- oder Leinöl. Da die Akzeptanz von Fischöl jedoch eher schlecht ist, ist Leinöl für die Pferdefütterung die beste Wahl. Aber wie unterscheidet sich Leinöl vom herkömmlichen Öl aus dem Supermarkt? Während Leinöl einen sehr hohen Anteil an Omega-3-Fettsäuren aufweist, liegen die Omega-6-Fettsäuren beim Sonnenblumenöl zu dominant vor. Um einen ernährungsphysiologisch positiven Effekt für das Allgemeinbefinden des Pferdes zu erzielen, wird eine ausgeglichene Zusammensetzung der essenziellen Fettsäuren vorausgesetzt. Sonnenblumenöl beispielsweise ist gut verdaulich. Die Omega-3- und 6-Fettsäuren stehen jedoch in einem sehr ungünstigen Verhältnis zueinander (0,5% Omega-3 / 70% Omega-6). Zudem enthält es nicht die wertvollen Vitamine und Mineralstoffe wie Fisch- oder Leinöl.

Mit dem richtigen Öl kann die Fütterung verschiedene Vorteile erzielen. Zum einen kann der Mehrbedarf an Energie über Öl abgedeckt werden. Zum anderen lassen sich ernährungsphysiologisch positive Effekte auf das Allgemeinbefinden beobachten. Als Futterzusatz kann Öl Fell, Haut und Hufstruktur verbessern. Insbesondere Pferde mit Arthrose oder Ekzem profitieren von der entzündungshemmenden Wirkung. Darüber hinaus bindet Öl die Staubpartikel im Futter, wodurch die Atemwege des Pferdes entlastet werden.

Es ist also der kleine - aber feine Unterschied, auf den Sie beim Kauf achten sollten.

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